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Reise-Blog Indonesien

Reiseexpertin Jeannette unterwegs in Indonesien - Sumatra

Indonesien – das sind über 17.000 Inseln, die entlang des Äquators das größte Inselreich der Welt bilden. Dabei hat jede Insel ihren eigenen Charakter und eine Reise von Insel zu Insel fühlt sich jedes Mal an wie die Reise in ein neues Land. Im ersten Teil meines Reiseblogs berichte ich über meine Erlebnisse auf Sumatra.

Selamat Datang di Indonesia! Herzlich Willkommen in Indonesien!

Die zweitgrößte der indonesischen Inseln ist vor allem für die dort beheimateten Orang-Utans weltbekannt. Sumatra hat mit einer atemberaubenden Natur, uralten Völkern, dichtem tropischen Regenwald und zerklüfteten Küsten aber noch viel mehr zu bieten.

Mit knapp 3 Millionen Einwohnern ist Medan das Eingangstor für jede Nord-Sumatra-Reise. Medan ist umgeben von endlosen Kautschuk- sowie Palmöl-Plantagen und ein geschäftiges Handelszentrum. Einige alte Kolonialgebäude erinnern noch an die einstige Herrschaft der Niederländer. Die Hauptsehenswürdigkeit ist die Große Moschee „Mesjid Raya“. Darüber hinaus spiegeln buddhistische Tempel, protestantische Kirchen, chinesische sowie hinduistische Tempelanlagen die Völkervielfalt, die Medan über Jahrhunderte prägte, wider.

Indonesien - Masjid Raya in Medan

Gunung Leuser Nationalpark

Das Highlight einer jeden Reise nach Nordsumatra ist definitiv der Besuch bei den Orang-Utans im Gunung Leuser Nationalpark. So habe auch ich mich auf die rund 4-stündige Fahrt von Medan nach Bukit Lawang begeben, um den Gunung Leuser Nationalpark zu erkunden. Mit dem Jeep geht es zunächst vorbei an zahlreichen Plantagen und kleinen Dörfern. Je näher der Dschungel kommt, desto holpriger wird die Fahrt. Unterwegs bieten sich immer wieder tolle Möglichkeiten für einen kurzen Fotostopp, so dass die Fahrt ruckzuck vorbei ist. Bukit Lawang ist ein kleines Touristendorf inmitten des Dschungels, welches sich entlang des Bohorok Flusses erstreckt. Direkt hinter dem Dorf beginnt der Gunung Leuser Nationalpark, den ich am nächsten Tag im Rahmen einer Trekkingtour erkunden werde. Die Atmosphäre in Bukit Lawang ist sehr entspannt und es gibt eine Handvoll kleiner Restaurants, die zu einem einfachen Abendessen einladen. Ein typisches Gericht ist „Rendang“ – in Kokosmilch geschmortes Rindfleisch, gewürzt mit Chili, Ingwer und Kurkuma. Die perfekte Stärkung für den nächsten Tag. Während des Essens lausche ich den Klängen des Regenwalds und fühle mich wie in einer anderen Welt. Voller Vorfreude auf die vor mir liegende Zeit geht mein erster Tag auf Sumatra zu Ende.

Indonesien - Gunung Leuser Nationalpark

Begegnung mit den Orang-Utans

Am nächsten Morgen ist es soweit: meine Trekkingtour durch den Dschungel beginnt. Zunächst bekomme ich von meinem Guide noch ein kurzes Briefing: festes Schuhwerk, Fliegenschutz, keine knallbunte Kleidung, ausreichend Trinkwasser und ein voller Akku in der Kamera. Check. Dann geht es los. Über 9.000 qm erstreckt sich der mächtige Gunung Leuser Nationalpark. Damit ist er einer der letzten großen Regenwälder der Welt. Die Wahrscheinlichkeit während einer Trekkingtour die rothaarigen Orang-Utans zu sehen, liegt hier bei fast 100 %. Nach einem kurzen aber steilen Anstieg, bin ich mitten drin im Dschungel und kämpfe mich mit meinem Guide durch die Tiefen des Regenwaldes. Schnell bekomme ich die ersten Thomas Leave-Affen, Makaken und Gibbons zu Gesicht. Über holprige Wege kämpfen wir uns weiter durch den Dschungel und schließlich ist es soweit: der erste Orang-Utan lässt sich hoch oben in den Gipfeln der Baumkronen blicken! Mit einer enormen Leichtigkeit schwingt er sich von einem Baum zum anderen und versetzt mich in Staunen. Schnell imitiert mein Guide die Geräusche der Orang-Utans und erntet dadurch das Interesse des Menschenaffen. Nichtsdestotrotz entscheidet sich der Orang-Utan nach einem kurzen Moment des Nachdenkens für das Weiterziehen und so wandern auch wir weiter durch den Dschungel.

Indonesien - Orang-Utan im Gunung Leuser Nationalpark

Kurze Zeit später erwartet mich die zweite Begegnung: eine Orang-Utan-Mama schwingt sich mit ihrem kleinen Baby von Liane zu Liane. Alle älteren Orang-Utans, die im Gunung Leuser Nationalpark zu finden sind, entstammen dem einstigen Orang-Utan Rehabilitationszentrum, welches in den 1990ern hier errichtet wurde. Die Orang-Utans wurden aus Gefangenschaften gerettet und mit Nahrung versorgt mit dem Ziel sie im Laufe der Zeit wieder im Park auszuwildern. Ob ein Orang-Utan aus dem Rehabilitationszentrum stammt oder wild im Dschungel aufgewachsen ist, zeigt sich zum einen an der Zutraulichkeit gegenüber den Menschen sowie an seinem Fressverhalten. Während sich ein wilder Orang-Utan lediglich von Blättern und natürlichen Früchten des Dschungels ernährt, sind die Orang-Utans aus dem Rehab-Zentrum an Bananen und Milch gewöhnt. So auch die Orang-Utan-Mama, die sich schnell von den oberen Baumwipfeln nach unten schwingt und uns ganz hoffnungsvoll anblickt. Mein Guide hat einige Bananen im Gepäck, die er auf die unteren Äste legt. So habe ich die Möglichkeit die Orang-Utan-Mama und ihr Baby aus direkter Nähe zu betrachten. Was für ein einzigartiger Moment!

Indonesien - Orang-Utan Familie

Bitte verzichten Sie zum Schutz der Orang-Utans auf das Mitbringen eigener Nahrung und halten Sie sich stets an die Weisungen Ihres Guides! Nach einem einfachen Picknick im Dschungel kehre ich am Nachmittag wieder in meine Unterkunft zurück – völlig geschafft aber glücklich.

Mein Tipp: Sie möchten am Ende des Trekkings noch eine kleine Erfrischung? Dann buchen Sie die Trekkingtour inklusive „Tubing“ und lassen Sie sich vom Endpunkt der Tour mit einem LKW-Reifen auf dem Bohorok-Fluss zurück zu Ihrer Unterkunft treiben!

Fahrt zum Toba-See

Meine Reise führt mich weiter in Richtung des gigantischen Toba-Sees. Unterwegs mache ich Halt im Bergdorf Berastagi, das kulturelle Zentrum des Karo-Batak-Stammes. Auf einer Höhe von ca. 1.200m erwarten mich ein angenehm kühles Bergklima sowie ein atemberaubender Ausblick auf die zwei aktiven Vulkane Sinabung (2.454m) und Sibayak (2.095m). Berastagi ist vor allem für seinen bunten Obst- und Blumenmarkt bekannt, der täglich im Zentrum des Ortes stattfindet. Hier finden Sie die vor allem für diese Region typische „Marquise“ – eine Art Passionsfrucht, die Sie auf jeden Fall probieren sollten.

Indonesien - Bergdorf Berastagi

Der größte Kratersee der Welt

Am nächsten Morgen geht die Fahrt weiter zum Toba-See. Der Toba-See ist der größte Kratersee der Welt und in etwa doppelt so groß wie der Bodensee. Er entstand vor vielen tausend Jahren nach einer gewaltigen Eruption des Toba-Vulkans. Mitten im See befindet sich die kleine Halbinsel Samosir, die etwa 40 km lang und 20 km breit ist. Sie ist das Zuhause des Batak-Stammes, der in der Vergangenheit vor allem für seine kannibalischen Kriege bekannt war. Heute gibt es auf Samosir noch sehr viel Kultur aus vergangen Zeiten zu entdecken.

Unterwegs stoppe ich noch in der Nähe von Kabanjahe. Hier stürzt der Sipisopiso-Wasserfall aus über 100m Höhe hinab in den Tobasee. Bei klarem Wetter bietet sich hier ein fantastischer Ausblick auf die Vulkane rund um den See. Leider habe ich heute Pech und bekomme lediglich den Wasserfall zu Gesicht.

Samosir ist von Parapat aus mit der Fähre innerhalb einer Stunde zu erreichen. Nach der Ankunft in Tuk-Tuk, dem Zentrum der Insel, beziehe ich meine sehr einfache, aber saubere Unterkunft am Seeufer. Tuk-Tuk hat sich mittlerweile sehr auf ausländische Touristen eingestellt und bietet eine Handvoll einfacher Unterkünfte und kleiner Restaurants. Da ich mich während der Nebensaison auf Samosir aufhalte, sind die Straßen wie leer gefegt und ich habe das Gefühl die einzige Touristin weit und breit zu sein. An jeder Ecke werden Fahrräder oder Motorräder vermietet, es gibt viele kleine Shops entlang der Hauptstraße und immer wieder tolle Ausblicke auf den See.

Indonesien - Toba-See - Samosir Island

Rund um den Toba-See

Am nächsten Morgen werde ich von meinem Reiseleiter mit dem Boot abgeholt und wir fahren zum nächstgrößeren Ort Tomok. In Tomok herrscht eine mystische Atmosphäre. Unter riesigen Banyan-Bäumen säumen uralte Steingräber den Friedhof und bei einem Gang über die ehemalige Gerichtsstätte der Batak in Ambarita spüre ich den Hauch der grausamen Vergangenheit. Steinerne Stühle erinnern heute noch an die strengen Riten und Exekutionen, die hier einst stattfanden. Ein weiter Anlaufpunkt ist das Grab des ehemaligen Königs Sidabutar. Im Dorf Simanindo besuche ich ein Freilichtmuseum, welches die traditionellen Batak-Häuser mit dem charakteristischen Spitzdach sowie Holzschnitzereien, Ritualgegenstände und Waffen ausstellt. Ich habe Glück und darf einem traditionellen Batak-Tanz zuschauen. Schnell bin ich nicht nur dabei, sondern mittendrin! Anschließend bummle ich noch durch die Straßen von Simanindo, bevor mich mein Guide am Nachmittag schließlich wieder zu meiner Unterkunft bringt.

Indonesien - Batak-Tanz

Am nächsten Tag heißt es für mich schon Abschied nehmen, von einer Region, die mich durch ihre Abgeschiedenheit, ihre einmalige Landschaft und ihre jahrhundertealte Riten und Traditionen in ihren Bann gezogen hat. Nach einer anstrengenden 7-stündigen Fahrt erreiche ich am späten Abend schließlich wieder Medan. Damit ist meine Sumatra-Reise beendet und ich schaue zurück auf sechs tolle und abwechslungsreiche Tage, die ich noch lange in Erinnerung behalten werde.

Hat Ihnen mein Reisebericht Lust auf eine Sumatra Reise gemacht? Kontaktieren Sie mich per Mail oder rufen Sie mich an unter +49 89 127 091 121.


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